Ansprechpersonen für Suchtfragen
Der Gebrauch von Alkohol, Medikamenten sowie psychoaktiven Substanzen wie z. B. Cannabis, Ecstasy oder LSD kann sich zu einer Sucht entwickeln. Missbrauch oder süchtiges Verhalten zieht sehr häufig gesundheitliche und soziale Beeinträchtigungen nach sich, die sich auf alle Lebensbereiche auswirken. Die Abhängigkeit von Alkohol, Nikotin oder anderer psychoaktiven Substanzen kann ebenso zu erheblichen Einschränkungen in der Arbeitswelt führen.
Sie kommt in allen gesellschaftlichen Schichten, bei allen Altersstufen und in jedem sozialen Umfeld vor und ist nicht Ausdruck von Willensschwäche, sondern oft ein Anzeichen für Hilfebedürftigkeit. Davon betroffen ist nicht nur der süchtige Mensch selbst, sondern auch sein gesamtes soziales Umfeld.
Für eine erfolgreiche Bewältigung der Abhängigkeit ist die unbedingte Bereitschaft des Betroffenen erforderlich, sich aktiv am Genesungsprozess mit einzubringen. „Wer an einer Alkoholabhängigkeit leidet, sollte sich bewusst machen, dass seine Erkrankung nicht „geheilt“ werden kann. Selbst wenn jemand sehr lange Zeit abstinent gelebt hat, kann es auch nach Jahren oder Jahrzehnten wieder zu einem Rückfall kommen. Das bedeutet, dass die Betroffenen eine hohe Motivation haben müssen und sich ständig darum bemühen müssen, abstinent zu leben (Bühringer & Metz, 2009).“ Eine zentrale Rolle beim Umgang mit Suchtgefährdeten und Süchtigen in der Arbeitswelt kommt den Vorgesetzten und den Ansprechpersonen für Suchtfragen zu. Den von Sucht betroffenen Menschen ist nicht durch falsche Toleranz des sich negativ auf die Arbeit auswirkenden Verhaltens geholfen. Damit Sie diese Herausforderungen nicht allein bewältigen müssen, haben Sie in der PTB die Möglichkeit, sich zu allen Suchtfragen beraten zu lassen. Eine gezielte Beratung und Begleitung sowie unterstützende Maßnahmen zur Bewältigung der Sucht, bieten heutzutage eine gute Chance zur Genesung, die Mitarbeit des Betroffenen vorausgesetzt.
Egal ob als Betroffener, Angehöriger oder Kollege/in eines von Sucht betroffenen Menschen: Unsere Berater stehen Ihnen gern zur Seite. Natürlich werden bei diesem sensiblen Thema alle Gespräche vertraulich behandelt. Weil der PTB die Gesundheit der Beschäftigten wichtig ist, wurde zu diesem Thema auch eine Hausverfügung verfasst. Damit Sie sich gut beraten fühlen, haben sich die Ansprechpersonen im Themengebiet der Suchtfragen intensiv weitergebildet und sind deshalb innerhalb der PTB kompetente Ansprechpersonen.
Quellen:
Bühringer, G. & Metz, K. (2009). Störungen durch Konsum von Alkohol und illegalen Drogen. In: Margraf, J. & Schneider, S. (Hrsg.). Lehrbuch der Verhaltenstherapie, S. 345-370. SpringerVerlag, Heidelberg.